Knastlochblues – Roman

„Die ham ’n Loch in ihr’m Gefängnis, und das kann man nicht mehr näh’n.“ – Die Wohnung des Frank Kohn, der aus der Provinz in die Großstadt gekommen ist, besteht aus Büchern. Aber weder die Bücher noch die Arbeit auf dem Amt, die er gefunden hat, lösen das Unbehagen vor der neuen weißen Welt, ihren Strukturen und Systemen, Forderungen und Hierarchien. Das frühere Wir-Gefühl, aus dem sich die Hastigen herausgewunden haben, ist auch ihm abhanden gekommen. Seine Gedanken und Träume kreisen um die Kindheit, die Jugend am Meer, ihre Landschaften und Sicherheiten. Nicht die Musikkumpels aus der Kneipe, nicht das unerwartete Karriereangebot, auch nicht Susanne und die Aussicht auf Familie können den Ruhelosen halten – bis ihm klar wird, daß das Loch zwischen Jetzt und Früher eigentlich das Loch zwischen dem Ich und dem Wir der Anderen ist.